Heck Superhero

Cover und Titel versprechen ja eine Allerweltsgeschichte, doch Leavitt überrascht mit dem schmalen Roman.
Heck (13) hat Probleme: Seine Mutter, die immer wieder "into Hypertime" abtaucht, ist verschwunden, die Wohnung wurde gekündigt, die Schule (vertreten durch einen sympathischen Kunsterzieh ...

Cover und Titel versprechen ja eine Allerweltsgeschichte, doch Leavitt überrascht mit dem schmalen Roman.

Heck (13) hat Probleme: Seine Mutter, die immer wieder "into Hypertime" abtaucht, ist verschwunden, die Wohnung wurde gekündigt, die Schule (vertreten durch einen sympathischen Kunsterzieher) macht sich Sorgen um Heck. Der weiß zwar, wie man mit einer depressiven und sozusagen lebensuntüchtigen Mutter umgeht, aber dazu muss er sie erst finden. Heck irrt also, von Zahnweh geplagt, herum, schläft in einem Auto, versucht ein bisschen Geld zu verdienen und flüchtet sich, so oft es geht, in die Welt des Zeichnens (v.a. von Superhelden). Auch er bemüht sich ein Superheld zu sein, an the Good Deed zu arbeiten und niemanden anmerken zu lassen, dass er selbst genug Probleme hat – auch nicht seinem besten Freund Spence. Dann lernt er den 18-jährigen Marion kennen, der offensichtlich noch mehr Probleme als Heck hat.

Letztendlich muss Heck, durch ein Schockerlebnis, erkennen, dass er kein Superheld ist, sondern ein Junge, der dringend Hilfe braucht. Aber auch diese Erkenntnis ist eine Superleistung.

Obwohl es eine tragische Geschichte ist, die Leavitt da erzählt (ein bisschen an J. Wilson erinnernd), liest sich das Buch, das mit viel Schwung und einem Hang zur Skurrilität geschrieben ist, äußerst unterhaltsam. Tempo und glaubhaft-überdrehte Charaktere tragen zum Gelingen des Romans bei, und die moderate Länge müsste auch die Leseunwilligen zur Lektüre verführen. Eine angenehme Überraschung.

Meta-Daten

Sprache
Deutsch
Anbieter
Education Group
Veröffentlicht am
01.12.2006
Link
https://rezensionen.schule.at/portale/rezensionen/yan-young-adult-novels/krankheit/detail/heck-superhero.html
Kostenpflichtig
nein