The Tales of Beedle the Bard
Eine hübsche Idee, die einer guten Sache dient! Rowling versucht, die Sisters Grimmer zu sein, indem sie in diesem Büchlein fünf Märchen versammelt, die Zauberer-Eltern ihren Kindern zur Erbauung, zur Belehrung und zum Erschrecken vorgelesen haben. Diese fünf Märchen, in der Neuübersetzung von H ...
Eine hübsche Idee, die einer guten Sache dient! Rowling versucht, die Sisters Grimmer zu sein, indem sie in diesem Büchlein fünf Märchen versammelt, die Zauberer-Eltern ihren Kindern zur Erbauung, zur Belehrung und zum Erschrecken vorgelesen haben. Diese fünf Märchen, in der Neuübersetzung von Hermione Granger (auch eine hübsche Fiktion) werden durch ausführliche Kommentare (inkl. Fußnoten von Albus Dumbledore) ergänzt, die sie in ihren historischen Kontext rücken und uns allerlei Wissenswertes über das Fortleben der Märchen seit dem 15. Jahrhundert (in dem Beedle mit ziemlicher Sicherheit lebte) vermitteln.
Vor allem gegen die Muggle-freundlichen Märchen gab es stets Widerstand (u.a. durch die Malfoys), weil dies keine geeignete Lektüre für angehende Vollblut-Zauberer sei. Und wie es sich für Märchen gehört, darf auch ein besonders grausames ("The Warlock's Hairy Heart") nicht fehlen. Das gibt Rowling übrigens die Gelegenheit weidlich über eine Beatrix Bloxam zu spotten, die Beedle auf keimfrei umgeschrieben hat. Insgesamt ein hübsches (zum dritten Mal) Mitbringsel – und natürlich Pflichtlektüre für Potter-Fans.
P.S. Ich habe mir auch die Collector's Edition gekauft, ein Musterbeispiel für schreckliche Buch"kunst". Werfen Sie bei amazon gelegentlich einen Blick darauf.
London: The Children's High Level Group/Bloomsbury 2008; pp. 105