The Road of Bones
Dieses Buch ist anders als alle anderen Fine-Bücher; dunkel und bedrohlich, trotz des schneeweißen Umschlags. Vertraut ist uns am ehesten noch die Figur der Großmutter (vgl. „The Granny Project“).
Es ist dies eine Parabel über den totalitären Staat; ohne dass Russland je erwähnt wird, glauben ...
Dieses Buch ist anders als alle anderen Fine-Bücher; dunkel und bedrohlich, trotz des schneeweißen Umschlags. Vertraut ist uns am ehesten noch die Figur der Großmutter (vgl. „The Granny Project“).
Es ist dies eine Parabel über den totalitären Staat; ohne dass Russland je erwähnt wird, glauben wir uns in der Sowjetunion nach dem Sturz des Zaren. Kritik wird nicht geduldet, immer mehr Leute verschwinden. Die Mutter, einst bereit das neue Utopia zu erschaffen, zweifelt wieder, die Großmutter erzählt alte Geschichten vom Verschwinden und Juri bleibt wach und kritisch. Als sein Freund bei einem Arbeitsunfall umkommt und Yuri die Sicherheitsstandards kritisiert, muss er flüchten. Eine lehrreiche Reise beginnt, bei der Yuri verschiedene Berufe ausübt und das Land kennen lernt. Bis er wegen einer unachtsamen Bemerkung verhaftet wird und zehn Jahre Arbeitslager ausfasst. Dort verliert er seine Menschenwürde.
Fines Buch ist düster, lässt wenig Hoffnung – ist vor allem keine rasche Lektüre; aber wer schon von „Animal Farm“ nicht weg kommt, der könnte sich dieses Buch zumindest als Ergänzungstext vornehmen. Und dabei sollte er nicht dem Irrtum verfallen, wir sprächen hier von der Sowjetunion. Wir sprechen von jedem Land, wo im Namen einer Idee die Menschlichkeit vergessen und die Wahrheit zurecht gebogen wird. Auf einer qualitativen Ebene passiert das fast überall, bloß das Ausmaß ist unterschiedlich. Wir sprechen auch davon, dass neue Ideen nicht unkritisch angenommen werden dürfen, denn wie schon Yuris Großmutter in ihrer lakonischen Art weiß: "Only a fool cheers when the new prince rises."