The Last Bard

Autor EVANS, Maz

Verlag Chicken House 2025

Will Davenant (die Davenants sind entfernt mit Shakespeare verwandt) muss mit seiner Mutter die Wohnung des verstorbenen Großvaters auflösen. Der Großvater hat seine Tochter Mary einst verstoßen, Mary und Will leben nunmehr unter dem Diktat des unsympathischen Onkels Claude (und dessen Sohn).

Beide fügen sich seltsamerweise, aber beide zeigen auch neuen Mut, sobald sie auf sich gestellt sind.

Beim Entrümpeln stößt Will auf The Complete Works of Shakespeare; als er das Buch öffnet, findet er sich mit vier Charakteren konfrontiert, die von ihm erlöst werden und der Buchwelt entfliehen möchten: Es sind dies Puck, Juliet, Yorick and Lady Macbeth, alle mit witzigen (sprachlichen) Eigenheiten ausgestattet. Will zeigt nur mäßiges Interesse, aber seine neue Freundin Ani, ein Nachbarsmädchen, strotzt nur so vor Unternehmungslust. Sie ist vor allem damit beschäftigt, zu verhindern, dass das Wohngebiet vom skrupellosen Unternehmer Egeus aufgekauft wird. Das führt zu allerlei Intrigen unter den derzeitigen Bewohnerinnen und Bewohnern, gleichzeitig läuft das Projekt Shakespeare.

Evans erzählt launig und mit zahlreichen Querverweisen auf Shakespeares Werke. Das mag Jugendlichen zwar eher verborgen bleiben, kann aber hoffentlich doch die Neugier auf Shakespeares Figuren wecken. Insgesamt ist Evans damit aber, auf welcher Ebene auch immer gelesen wird, ein unterhaltsames Buch gelungen.

pp. 306 (Abenteuer; Shakespeare; 5. Klasse)

Meta-Daten

Sprache
Deutsch
Anbieter
Education Group
Veröffentlicht am
30.01.2026
Link
https://rezensionen.schule.at/portale/rezensionen/yan-young-adult-novels/detail/the-last-bard.html
Kostenpflichtig
nein