Lyra's Oxford
Pullmans Trilogie "His Dark Materials" ist vermutlich das beste Fantasy-Werk nach Tolkien, und wer ein paar Schritte über Harry Potter hinaus tun will, der wird sicher bei Pullman landen. Und wenn erst einmal der Film da ist, wird schnell auch der (Markt)Kultstatus kommen."Ly ...
Pullmans Trilogie "His Dark Materials" ist vermutlich das beste Fantasy-Werk nach Tolkien, und wer ein paar Schritte über Harry Potter hinaus tun will, der wird sicher bei Pullman landen. Und wenn erst einmal der Film da ist, wird schnell auch der (Markt)Kultstatus kommen.
"Lyra's Oxford" ist ein außerordentlich hübsches Bändchen, schön gebunden, mit einer Karte des Alternativ-Oxfords, ein paar anderen Beigaben – vor allem aber einer gelungenen Erzählung, in der Lyra Silvertongue mit ihrem Dämon Pan ein Abenteuer in Oxford erlebt.
Der Dämon einer Hexe kommt und bittet Lyra um Hilfe: Er muss einen Alchemisten im Stadtteil Jericho finden, da seine Herrin krank ist. Lyra begleitet ihn trotz aller Schwierigkeiten, aber die Geschichte nimmt eine unerwartete Wendung. Und erst der Alchemist Makepeace kann uns die wahren Hintergründ erklären.
Pullman deutet in seinem Vorwort an, dass es noch viele Geschichten aus Lyras Universum gibt: er deutet auch an, dass sie sich nicht immer gleich erschließen werden: "There are many things we haven't yet learned to read." Das ist natürlich ein guter Kunstgriff, denn Pullman ist kein Schnellschreiber, wenn es um sein Alternativ-Oxford geht; lange waren die Pausen bei der Trilogie, und wir können nur hoffen, dass er uns immer wieder mit ein paar weiteren Gaben verwöhnt und sich vielleicht doch dann entscheidet, ein umfangreiches Prequel zu schreiben.