Through a Glass, Darkly

Autor McCLOY, Helen

Verlag London: Penguin 2025

Und wieder ein Buch, das eigentlich nicht in den NEWSLETTER gehört, denn es ist bereits 1950 erschienen.

Aber es ist ein Band innerhalb der hübschen Penguin The Mermaid Collection - Penguin Books UK | Official Site), auf die ich aufmerksam machen möchte. Ziel der Sammlung (der erste Band war Weldons „Down Among the Women“) ist es, „vergessene“ Autorinnen des 20. Jahrhunderts nachzudrucken. Natürlich sind nicht alle vergessen, aber für McCloy mag das gelten, obwohl sie zahlreiche Romane geschrieben hat.

Der Roman bedient sich des Doppelgänger-Motivs: Die scheue und sanfte Faustina Crayle (30) unterrichtet Kunst an der Brereton School für Mädchen, wird aber von Kolleginnen, den Mädchen, dem Personal auffällig gemieden. Nur eine Kollegin, Gisela von Hohenems, als Österreicherin nach dem Krieg auch ein bisschen Außenseiterin, nimmt sich ihrer an, als sie völlig unvermittelt und ohne Angabe von Gründen gekündigt wird. Die Gründe erfahren wir schön langsam etwas später; Faustina wird zur gleichen Zeit an zwei Orten gesichtet.

Gisela wendet sich an Dr. Basil Willing, einen Psychologen und Hobbydetektiv, um Licht in den Fall zu bringen. Eine Handvoll Charaktere werden dabei befragt und/oder spielen ihr eigenes Spiel. Es kommt zu einem Unfall/Mord und entscheidend ist, ob es sich um rational erklärbare oder paranormale Vorgänge handelt, die Faustinas Lebensweg so unvorhersehbar machen.

Der Roman ist der achte in der 13-bändigen Dr. Basil Willing-Serie und ist Agatha Christie (die „Auflösung“) genauso wir John Dickson Carr verpflichtet, steht also in der Tradition des Golden Age of Crime. Eine angenehme Wiederentdeckung.
P. S. Ein kurzes Vorwort von Gillian MxcAllister sorgt für eine Einordnung des Buches.

pp. 208 (Mystery)

Meta-Daten

Sprache
Deutsch
Anbieter
Education Group
Veröffentlicht am
24.07.2026
Link
https://rezensionen.schule.at/portale/rezensionen/detail/through-a-glass-darkly.html
Kostenpflichtig
nein