The Comedy About Spies
Autor LEWIS, Henry / SHIELDS, Henry
Verlag London: Methuen 2025
“Komödie mit Banküberfall” ist noch im Volkstheater zu sehen, „The Play That Goes Wrong“ feiert nach wie vor Triumphe im Duchess Theatre in London, und auch das neueste Werk von Lewis und Shields lässt die Kritiker vor Lachen in Tränen ausbrechen.
Diesmal spielt der ultimative Slapstick-Nonsense im Jahr 1961 im Piccadilly Hotel, wo MI6, CIA, KGB, ein kleiner Bäcker und seine Verlobte, ein Hoteldirektor und ein Schauspieler, der gegen diesen Schotten Sean als James Bond („Ooh-Seven“) antreten möchte, für totale Verwirrung sorgen.
Verlorene Liebesmüh, die Geschichte, in der es um das mysteriöse Project Midnight geht, nachzuerzählen. Eine Handlung jagt die andere, vorangetrieben von witzigen und mittelmäßigen Sprachspielen und wahnwitzigen Bühneneinfällen (keine Regieeinfälle). Wer „The Play That Goes Wrong“ gesehen hat, weiß, dass das ständig zusammenkrachende, rotierende Bühnenbild, das die Schauspieler/innen in halsbrecherische Aktionen verwickelt, eine Hauptrolle spielt – so auch hier, mit Löchern im Boden/in der Decke, einem bedrohlichen Lift etc. Im Grunde ist diese z. T. auch oft blöde Slapstick-Tradition etwas, das nur in England so präzise durchgeführt wird (man denke an „Noises Off“). Wer also eines dieser Stücke sehen will, dem sei empfohlen, das Stück auch zu lesen, durchaus nach der Aufführung, damit man merkt, wie viele Witze man eigentlich versäumt hat.
pp. 118 (Theater)