Sylvia Plath’s Tomato Soup Cake

Autor WILSON, Bee (ed.)

Verlag London: Faber & Faber 2024

Im Übertitel erfahren wir: A Compendium of Classic Authors‘ Favourite Recipes, und es lässt sich schon nach einigem Blättern mühelos sagen: Essen möchte man die wenigsten Gerichte, Autorinnen und Autoren sollten bei dem bleiben, was sie (einigermaßen) können.

Dass Kerouac eine Green Pea Soup mit Pulver (aber ohne Wasser) macht, steht stellvertretend für so manche Kochkunst.

45 Autorinnen und Autoren hat Wilson versammelt, und die Rezepte in Starters, Mains, Sides, Desserts, Drinks unterteilt. Bei den Drinks (z. B. Waughs Mulles Claret) kann man nicht allzu viel falsch machen, und die Desserts (Orwells Plum Cake) sind einigermaßen gelungen. Trauriger schaut es in den anderen Bereichen aus. Okay, Nabokov bemüht sich, uns zu erklären, wie man am besten ein weiches Ei macht. Und Lessings Chicken with Lemon and Orange scheint auch ganz okay. Und Simeons Fricandeau à L’Oiselle zeigt, dass jenseits des angloamerikanischen Raums ordentlich gekocht wird. Fast traurig, dass bei Carters Potato Soup erörtert werden muss, ob man sich Lauch leisten kann.

Wie auch immer: Der Band ist ein hübsches Mitbringsel und es ist durchaus vergnüglich, darin solange zu blättern, bis man alle Rezepte gelesen hat.

pp. 119 (Anthologie)

Meta-Daten

Sprache
Deutsch
Anbieter
Education Group
Veröffentlicht am
05.03.2025
Link
https://rezensionen.schule.at/portale/rezensionen/detail/sylvia-plaths-tomato-soup-cake.html
Kostenpflichtig
nein