Quite Ugly One Evening
Autor BROOKMYRE, Chris
Verlag London: Abacus 2026
Brookmyre ist hier ein gern gesehener Gast (s. Archiv), und so ist es wohl selbstverständlich, dass sein neunter Parlabane’Krimi‘ erwähnt werden muss.
Vor 30 Jahren betrat Jack Parlabane, Investigativjournalist, die Bühne („Quite Ugly One Morning“); nun ist er mittlerweile 60 und wird genötigt, einen ‚cold case‘, der 40 Jahre zurückliegt, zu untersuchen.
Schauplatz ist ein Luxusschiff, das sich auf dem Weg nach New York befindet; an Bord ist die große Maskyn-Familie, die verantwortlich für eine einst unglaublich populäre Fernsehshow, „The Imaginators“, ist und nun möglicherweise vor der Übernahme steht. Mit an Bord sind, so Parlabane, “several hundred emotionally stunted fanboy incels alongside an over-remunerated family of nepo babies, trust fund pukes and outright fascists.” Parlabane “doesn’t mince his words”, wie es im Englischen so schön heißt. Er teilt gegen Rechtsradikale, Influencer, MAGA, Trump, rechte Milliardäre, geistlose Follower so sehr aus, dass es sich alleine deswegen schon lohnt, das Buch zu lesen.
Allerdings beginnen wir mit Parlabane in einer schlechten Situation. Er ist mit einer Leiche in einer Kabine, seine DNA ist überall, an der Tür wird gerüttelt. Wie es so weit kommen konnte, wird dann erzählt. Ob und wie er sich aus seiner misslichen Lage befreien kann, erfahren wir natürlich auch. Dazwischen gibt es zahlreiche wichtige Gespräche, eine Vielzahl an ‚twists‘ und eine gehörige Überraschung für Parlabane selbst. Vergnüglich zu lesen!
pp. 383 (Krimi)